Die Inflation in der Schweiz ist im Oktober stärker gestiegen als erwartet und hat mit 1,5% den höchsten Stand seit 2023 erreicht. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Anstieg von 0,5 Prozentpunkten. Verantwortlich dafür waren insbesondere höhere Preise für importierte Energieträger wie Heizöl, Benzin und Diesel. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundene Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten halten die Energiepreise unter Aufwärtsdruck.
Die Kerninflation, welche volatile Komponenten wie Energie und Treibstoffe ausklammert, blieb hingegen mit 0,5% unverändert. Das deutet darauf hin, dass sich der Preisdruck bislang nur begrenzt auf die übrigen Güter und Dienstleistungen überträgt. Der jüngste Inflationsanstieg ist damit vor allem vor dem Hintergrund höherer Energiepreise zu beurteilen und noch kein eindeutiges Zeichen für einen breit abgestützten Inflationsdruck.


