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USA-Iran-Deal: Was die Entspannung für Anleger bedeutet

Artikel
14 Jun 2026
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Gemäss übereinstimmenden Medienberichten haben sich die USA und der Iran auf eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs verständigt. Die formelle Unterzeichnung soll am Freitag, 19. Juni, in Genf erfolgen.

Was wir wissen und was wir noch nicht wissen

Während Meldungen von einem politischen Durchbruch sprechen, stehen die konkreten Vertragsdetails bislang weitgehend noch aus. Offen ist, ob die Vereinbarung über die militärische Deeskalation hinaus auch ein Atomabkommen umfasst oder ob sie lediglich den Ausgangspunkt für nachgelagerte Verhandlungen über das iranische Nuklearprogramm bildet. Unklar bleibt zudem die Umsetzung der Waffenruhe in den regionalen Konfliktgebieten, namentlich im Libanon. Zwar erachten iranische Angaben und die pakistanische Vermittlung den Libanon formell als mit eingeschlossen, doch Israel hat dies bislang oft bestritten. Ebenso offen sind der Zeitplan und die praktische Logistik der Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Genau diese Punkte sind entscheidend für die Tragweite und Dauerhaftigkeit der Einigung.

Reaktion der Finanzmärkte

Die Marktreaktion ist unmittelbar und klassisch. Der Ölpreis setzt seinen bereits seit Mitte Mai andauernden Abwärtstrend heute fort, die Ölsorte Brent notiert bei rund USD 83 und damit auf dem tiefsten Stand seit rund zwei Monaten. Gleichzeitig profitieren Risikoanlagen, da eine Entspannung im Nahen Osten die Inflationssorgen und die geopolitische Unsicherheit reduziert. Unter den Aktienmärkten legen jene Regionen mit höherer Sensitivität gegenüber Energieimporten heute stärker zu, insbesondere die Eurozone und die Schwellenländer, während der als defensiv wahrgenommene Schweizer Aktienmarkt zwar ebenfalls positiv, aber weniger ausgeprägt notiert. Gold reagiert verhalten freundlich. Das gelbe Metall hat seit Kriegsausbruch Ende Februar deutlich eingebüsst, da die kriegsbedingt steigenden Energiepreise Inflations- und Zinssorgen geschürt haben, was Gold in einem Hochzinsumfeld belastet. Genau dieser Mechanismus dreht sich nun, weshalb der fallende Ölpreis Gold heute eine moderate Stütze bietet.

Was bedeutet es für Investoren

Für Investoren bedeutet der Deal zunächst eine sinkende geopolitische Risikoprämie. Das spricht kurzfristig für Risikoanlagen wie Aktien und zyklische Sektoren, während Ölproduzenten und andere Energieaktien unter relativer Belastung stehen können. Diese Entwicklung ist zweifellos positiv und wird von den Märkten zu Recht wohlwollend aufgenommen. Gleichzeitig bleibt Vorsicht angebracht, weil die politische Umsetzung und der genaue Umfang der Vereinbarung noch nicht abschliessend geklärt sind.

Entscheidend bleibt jedoch die Einordnung. Langfristiges und professionelles Investieren hängt nicht von einzelnen geopolitischen Ereignissen ab, so erfreulich diese auch sein mögen. Massgebend bleiben der eigene Finanzplan, das persönliche Risikoprofil und die individuellen Ziele. Sie bestimmen, wie und wann investiert wird, nicht die Schlagzeile des Tages. Eine Vereinbarung wie diese verbessert das Umfeld, sie ersetzt aber weder eine durchdachte Anlagestrategie noch deren disziplinierte Umsetzung.

Wie sind die smzh Invest Strategien positioniert?

Die Anlagestrategien und Portfolios von smzh Invest spiegeln dieses Bild bereits weitgehend wider. Im Bereich der festverzinslichen Anleihen liegt der Fokus aktuell auf Anleihen der Schwellenländer sowie einer bedachten Allokation in Hochzinsanleihen, neben der Kernallokation in Schweizer Obligationen mit guter Bonität. In der Aktienallokation setzen die Strategien bereits auf einen Schwerpunkt in der Eurozone, den Schwellenländern sowie US-Aktien zulasten des Schweizer Heimmarktes, der dadurch bewusst etwas unterdurchschnittlich vertreten ist. Bei den alternativen Anlagen stellt Gold weiterhin eine Portfoliobeimischung dar.

Author:
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Bekim Laski

Chief Investment Officer und Partner
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