Die geopolitische Lage hat sich mit den Militärschlägen der USA und Israel gegen Iran Ende Februar deutlich zugespitzt. Mit der Blockade der Strasse von Hormus sind Inflationsrisiken erneut stärker in den Fokus gerückt. Die SNB sah in ihrer Sitzung vom 19. März dennoch keinen Anlass für eine Zinserhöhung.
Doch erste Stimmen stellen wieder mögliche Erhöhungen der SNB bis Ende Jahr in den Raum. Für viele Hypothekarnehmer mit SARON-Finanzierung stellt sich damit die Frage, ob sie jetzt handeln sollten, bevor die Zinsen erneut spürbar anziehen, wie zuletzt 2022/2023. Die Sorge ist nachvollziehbar, greift jedoch in vielen Fällen zu kurz.
Ist der Wechsel in eine Festhypothek sinnvoll?
Entscheidend ist eine nüchterne Einordnung: Bleibt der Leitzins über die nächsten zehn Jahre konstant auf dem heutigen Niveau, wäre eine SARON-Hypothek bei aktuellen Marktkonditionen jährlich rund 0.50 Prozentpunkte günstiger als eine zehnjährige Festhypothek. Der Leitzins müsste über die gesamte Laufzeit im Durchschnitt bei etwa 0.50% liegen, damit beide Varianten kostenseitig gleichauf wären und deutlich darüber, damit sich eine Festhypothek finanziell auszahlen würde. Dass der Leitzins über die nächsten zehn Jahre ein solches Niveau erreicht, ist nicht ausgeschlossen, erscheint jedoch derzeit wenig wahrscheinlich.


