Definition und Entwicklung einer passenden Anlagestrategie
Beim Entwickeln einer auf Sie zugeschnittenen Anlagestrategie steht am Anfang eine umfassende Analyse Ihrer finanziellen Situation sowie Ihrer persönlichen Anlageziele.
Zentrale Bedeutung kommt der Bestimmung Ihres individuellen Risikoprofils zu: Hierbei werden sowohl Ihre Risikofähigkeit als auch Ihre Risikobereitschaft eingehend geprüft. Entscheidend ist die Frage, welche Risiken Sie aufgrund Ihrer individuellen Lebenssituation tragen wollen und können.
Auch Ihr Anlagehorizont wird sorgfältig berücksichtigt, da unterschiedliche Zeiträume unterschiedliche Strategien erfordern. Die regelmässige Überprüfung und Anpassung Ihres Risikoprofils ist ebenfalls essenziell, weil sich finanzielle und persönliche Rahmenbedingungen im Lauf der Zeit verändern können.
Basierend auf diesem Risikoprofil wird die Anlagestrategie definiert und die strategische Portfolioaufteilung bestimmt.
Hierbei wird festgelegt, wie Ihr Vermögen auf verschiedene Anlageklassen – Geldmarktanlagen, Währungen, Anleihen, Aktien sowie alternative Anlagen wie Immobilien, Rohstoffe oder Kryptowährungen – verteilt werden soll. Durch gezielte Diversifikation und die Kombination von Anlagen mit unterschiedlich verlaufenden Wertentwicklungen kann das Gesamtrisiko des Portfolios reduziert und das langfristige Renditepotential maximiert werden.
Wissenschaftliche Analysen verdeutlichen, dass über 80 % der Portfolio-Performance nach zehn Jahren durch die strategische Asset Allokation erklärt werden; weitere Einflussfaktoren wie Markt-Timing, Titelselektion oder Spesen haben einen deutlich geringeren Einfluss.
Deshalb wird die strategische Allokation mindestens jährlich überprüft und bei Bedarf an neue Rahmenbedingungen angepasst.
Beispiele populärer Anlagestrategien
Festverzinslich
Die beste Anlagestrategie für sicherheitsorientierte Anlegerinnen und Anleger ist die festverzinsliche Allokation. Dabei liegt der Fokus klar auf Werterhalt und regelmässigem Einkommen.
Asset Allokation: 5% Liquidität, 85% Obligationen, 10% alternative Anlagen wie Schweizer Immobilien oder Gold.
Infolge eines sehr hohen Anteils an Obligationen sind Kursschwankungen gering, die Ertragslage ist planbar. Alternative Anlagen, etwa Schweizer Immobilien oder Gold, sorgen für zusätzlichen Inflationsschutz. Die 5% Liquidität ermöglichen jederzeitige Verfügbarkeit.
Renditeorientiert
Die renditeorientierte Anlagestrategie eignet sich für Anlegerinnen und Anleger, die eine solide Mischung aus Stabilität und Wachstum suchen.
Asset Allokation: 5% Liquidität, 55% Obligationen, 30% Aktien, 10% alternative Anlagen wie Schweizer Immobilien oder Gold.
Hier steht das Zusammenspiel von Ertragsstärke durch einen signifikanten Obligationen-Anteil und steigendes Wertpotenzial dank Aktieninvestitionen im Vordergrund. Die alternativen Anlagen dienen der weiteren Diversifikation.
Ausgewogen
Die ausgewogene Anlagestrategie richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die einen Ausgleich zwischen Sicherheit und Wachstumschancen anstreben.
Asset Allokation: 5% Liquidität, 35% Obligationen, 50% Aktien, 10% alternative Anlagen wie Schweizer Immobilien oder Gold.
Mit dem hohen Aktienanteil profitiert das Portfolio von Marktchancen, während festverzinsliche Titel die Volatilität abfedern. Alternative Anlagen bieten zusätzlichen Schutz wie auch Risikostreuung.
Wachstum
Die wachstumsorientierte Anlagestrategie passt zu Anlegerinnen und Anlegern, die langfristige Ertragsziele verfolgen und bereit sind, höhere Schwankungen in Kauf zu nehmen.
Asset Allokation: 5% Liquidität, 15% Obligationen, 70% Aktien, 10% alternative Anlagen wie Schweizer Immobilien oder Gold.
Hier dominiert der Aktienanteil, wodurch das Renditepotenzial dieser Strategie deutlich steigt. Der geringere Obligationen-Anteil schränkt die Sicherheitskomponente ein, doch alternative Anlagen federn Marktrisiken ab. Diese Strategie setzt auf eine langfristig positive Entwicklung der Kapitalmärkte.
Aktienbasiert
Die aktienbasierte Anlagestrategie eignet sich für sehr risikofreudige Anlegerinnen und Anleger, die auf maximale Wertsteigerung setzen und kurzfristige Schwankungen akzeptieren.
Asset Allokation: 5% Liquidität, 95% Aktien.
Nahezu das gesamte Portfolio ist in Aktien investiert, wodurch das Wachstumspotenzial am grössten ist. Die kleine Liquiditätsreserve ermöglicht Flexibilität, während auf festverzinsliche und alternative Anlagen bewusst verzichtet wird.
Welcher Ansatz am besten zu Ihnen passt, bestimmen Ihre Ziele, Ihr Zeithorizont und Ihre Risikoeinstellung.
Lassen Sie sich von unabhängigen Spezialisten beraten, um die beste Anlagestrategie für Ihre individuelle Situation zu wählen.